Drüber stehen kann mich mal….

woman-983949_1280Wo ist eigentlich dieses drüber, von dem mir die Leute grad immer sagen, dass ich da stehen soll?

„Ach, da stehst du doch drüber!“ Sollte man wohl. Macht man so, sagen die Leute.

Aber ich kann nicht sehen, dass ich da überhaupt stehen will oder warum ich das wollen sollte. Man muss nicht jeden Mist verzeihen.

In die Wüste geschickt zu werden, da kann ich drüber stehen. In die Wüste geschickt zu werden und dann noch für den Weg einen Schlag ins Gesicht verpasst zu bekommen…..das ist was anderes.

Wäre alles einfach und schnell geregelt, wenn man konsequent getrennte Wege gehen könnte. Was ist aber der passende Weg, wenn man das nicht kann? Drüber stehen also.

Nun, der Stein, äh, der Sandhügel des Anstoßes ist folgender. Eigentlich ist es nur die Spitze des Eis-, nein Sand-, ach, ihr wisst schon.

Er: Das funktioniert nicht mit uns. Wir müssen das beenden.

Ich: Ok. Danke trotzdem für die schöne Zeit.

Er: Ebenfalls.

Eine Minute später: Gott, ich hätte dich schon früher abgeschossen, wenn ich nicht Angst gehabt hätte, wie das mit unseren gemeinsamen Freunden funktioniert.

EXCUSE ME?

Da will man ja gleichzeitig mit den Augen rollen, facepalmen und WTF schreien und es reicht noch nicht, um das gebührende Entsetzen auszudrücken.

(Ob du behindert….äh, ob du auch normal Schluss machen kannst, hab ich gefragt?!!!!)

Wann ist bitte früher? Bevor du mich noch hast für dich kochen lassen, um mich dann in die Wüste zu schicken? Oder nachdem ich ZWEI (Ja, Air-Berlin-Streik) Flüge gebucht hatte, um dich zu sehen?

Du willst eigentlich noch mit mir „befreundet sein“, oder zumindest noch mit mir und den anderen Leuten gleichzeitig rumhängen und spuckst mir nochmal ins Gesicht?

Ich will da nicht mal Böswilligkeit unterstellen, mehr Unbedarftheit. Aber für alles gibt es Grenzen.

Man kann nicht ständig durch die Gegend laufen und Leute anspucken und hinterher behaupten, das sei alles nicht so gemeint. Das ist höchstens entschuldbar, wenn man zufällig ein Lama ist.

Gut, ist vielleicht vergleichbar. Lamas rotzen hochgewürgten Mageninhalt durch die Gegend, um ihr Revier und ihre Stellung in der Gruppe zu behaupten.

Ich bin ja so oder so kein Freund von „Lass uns Freunde bleiben“. Wieder irgendwie miteinander umgehen kann man aber nach einiger Zeit normalerweise schon.

Witzigerweise ist nach diesem Auf-Mich-Drauf-Rotzen die Situation der absoluten Awkwardness und des Sich-Vermeidens (die er so unbedingt vermeiden wollte) aber für alle Zeiten zementiert.

Die Befriedigung, dass alles so läuft wie vorher – die gebe ich niemandem, der Menschen so behandelt.

Normaler Umgang in der Zukunft fällt also aus.

Komm also einfach nie mehr in Spuck- oder Sprech-Distanz zu mir, auch wenn wir im gleichen Raum sind.

Da stehst du doch drüber, oder?

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