Tinder, Twitter – Tumbe Anmachen

Bisher hielt ich ja #Tinder schon für das Sammelbecken der geistig schlecht Bestückten und anderweitig wenig Ausgelasteten. Ich musste mich bei Twitter eines Besseren belehren lassen. Denn schlimmer geht bekanntlich immer.

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Was zuvor geschah…

Jede gute Helden- oder Antiheldengeschichte hat heutzutage ja ein Prequel. Man kann darüber streiten, ob das sein muss – ja ich meine euch, Episode 1-3 – aber irgendwie ist Kontext doch meist von Vorteil. Ich hab zuletzt viel darüber nachgedacht, was mich eigentlich zu diesem hervorragend zynischen Wesen gemacht hat, das gerade seinen Gin trinkt.

Ich muss wohl darauf gekommen sein, weil ich meinen ersten Freund googelte. Nicht, weil ich ihm im üblichen Sinne nachweine, sondern weil ich gern irgendwo in diesem Internet ein Bild von ihm finden würde, damit ich denken könnte: Oh gut, der lebt ja doch noch.

(Hier könnte Ihre „Triggerwarnung: Selbstmord“ stehen – nein, ist keine originäre Geschichte über Suizid, aber er kommt darin vor)

                                                        

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Geh Forrest, geh! – Aber nicht auf ein(em) Date

Ich gehe ja gern. Echt jetzt. Ich gehe viel und gern zu allen Orten. Mindestens die üblichen 10.000 Schritte am Tag, gute 7 km für mich. Feini, fein, denkt ihr jetzt, aber wen interessiert das?

Ich komme drauf, weil Corona uns neben den altbekannten Problemen auch noch diese Seuche gebracht hat: das Spaziergangsdate.

Und was soll ich sagen, ich kann gehen, ich kann mich glaub ich ganz gut unterhalten, aber beides zusammen? Spaziergangsdates funktionieren nicht.

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Missverständnisse auf der Meta-Ebene

So memorable sei unser Date ja wohl nicht gewesen, sagt er – nach einer Erklärung dazu, warum er mir entfolgt ist. Weil ich ja noch nichts drüber geschrieben hätte. Immerhin hätte ich es mit einem der Adjektive von „gut“ oder „schlecht“ bedacht, in meinem Text am Freitag.

Er solle mich doch bitte nicht hetzen, sage ich. Ich sei noch ganz schön hinterher mit dem Schreiben und wie es weiterginge, könne er sich aussuchen. Zwinker, zwinker.

Das führt dann dazu, dass er mir erklärt, dass das als Date „offenbar nicht wirklich funktioniert“ habe. Er hätte aber wirklich eine sehr gute Zeit gehabt, möge meine abgeklärt-sarkastische Art und ich sei sympathisch, intelligent, witzig und attraktiv.

Ihr könnt euch vorstellen, dass es mit einem ABER weiterging, oder?

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Aller „guten“ Dinge…

Ich weiß nicht, ob aller guten Dinge wirklich drei sind – und in jedem Fall sind die guten Dinge keine Dates. Selbst, wenn die Dates eigentlich gut waren. Gehören ja schließlich immer zwei dazu, um es dann auch gut zu finden.

Das dritte Date im Bunde will ich euch also nicht vorenthalten. Eigentlich dachte ich, dass ich darüber am wenigsten schreiben könnte – denn, was will man auch sagen, wenn es gut war?

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Weniger lustige Wahrheiten

Zugegeben, ich habe zuletzt wieder ein wenig den Kopf in den Sand gesteckt. Ich bin geimpft – yea! Und ich bin den Narzissten los – auch yea! Aber was ist die Konsequenz daraus? Wieder mit dem Daten anfangen. Weniger yea.

Wobei, ich muss sagen, ich hab mich zuletzt auf drei erste Dates getroffen. Eins war schlecht, eins war gut und eins war – ehm, ja, nicht gut, aber leider auch nicht lustig. Nicht im Sinne von – der Herr hatte keinen Humor, sondern mehr wie: Ohgott, das ist ja furchtbar. Es war sozusagen traurig.

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Unsichtbarer Stacheldraht

Stellt euch mal Stacheldraht vor, den man überhaupt nicht sehen kann – fies, oder? Ich hab seit vorletzter Woche sowas im Gesicht. Natürlich keinen richtigen Stacheldraht, mehr einen minikleinen Faden mit Widerhaken, der meine merkel-mäßig hängenden Wangen nach oben ziehen sollte. Schade nur, dass er das nicht tut.

Tja, ich hab mich endlich getraut. Bin ich böse drum? Jein.

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Mit Ü30 wächst der Wartungsaufwand

Kennt sich hier jemand mit Wartungen aus? Nein, nicht für Heizungen, Aufzüge, Kraftwerke oder Ähnliches. Für einen selbst. Ich sprach heute mit einer Freundin darüber: Je älter wir werden, desto mehr steigt der Wartungsaufwand. Wir kämmen, wir färben, wir rasieren alles, wir needlen das Gesicht, wir zumbaen und machen Gerätetraining und wiegen unser Frühstück ab, wir laufen für ein Stück Schokolade die Extra-Runde ums Haus. Und wieso? Weil wir begehrt werden wollen.

Funktioniert bei mir halt leider nur so mittel.

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7 Gründe für meine Dummheit

  • Alle 7 überraschen mich

Wow. Einfach nur wow. Auf so vielen Ebenen. Bisher kam der Narzisst und wurde auch schnell wieder gegangen. Vor zwei Wochen kam er dann und brachte einen Sack voll Drogen und extragroßer Verhütungsmittel mit. Und blieb zum Frühstück. Und für diverses Streaming-Programm für Nerds beim Kuscheln am Sonntagnachmittag. Er ging – leicht benebelt und mit leerem Rucksack.

Will ich damit angeben und Clickbait streuen? Ja – auch.

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